Aktuelle Sätze Einspeisevergütung03.12.2010
Bleiben PV-Anlagen auch trotz der Degression eine gute Investition? Im Moment kann man diese Frage mit ruhigem Gewissen bejahen. Denn es gibt eine zweite Kraft, die den sinkenden Einspeisevergütungen für Solarstrom aus Photovoltaik-Projekten entgegen wirkt. Und zwar sind das die sinkenden Modulpreise. Der Preistrend zeigt sowohl für Dünnschicht, als auch für kristalline Module stark nach unten. Das hat zur Folge das PV-Anlagen in ihrer Anschaffung immer günstiger werden wodurch sich der Effekt der sinkenden Vergütungen zu einem guten Teil aufhebt. Nach Angaben der vier Übertragungsnetzbetreiber beträgt die EEG-Umlage für 2011 rund 3,5 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh). Für einen durchschnittlichen Haushalt bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr ergeben sich daraus Kosten von rund 10 Euro im Monat. Die Ursachen für den deutlichen Anstieg der Umlage sind der massive Ausbau der Photovoltaik in diesem Jahr und der Zuwachs bei den Biogasanlagen sowie der niedrige Strompreis an der Börse. Röttgen wies darauf hin, dass die
Bundesregierung auf die Entwicklung bei der Photovoltaik bereits im
Januar dieses Jahres mit ersten Vorschlägen reagiert hat. Zusätzlich zu
der gesetzlich bereits vorgesehenen Absenkung zum 1. Januar 2010 um 10
Prozent wurden mit Wirkung vom 1. Juli 2010 die Fördersätze für
Photovoltaikanlagen auf Gebäuden um 13 Prozent und zum 1. Oktober um
weitere 3 Prozent gesenkt. Ähnliche Absenkungen wurden für
Freiflächenanlagen vorgenommen. Entscheidend ist, dass die Vergütungssätze
jedes Jahr an das Ausbauvolumen angepasst werden. Je mehr Anlagen
errichtet werden, umso stärker führen entsprechend sinkende Kosten auch
zu sinkenden Vergütungssätzen. Quelle: Bundesministerium für Umwelt (www.erneuerbare-energien.de) |
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